Blick vom Licancabur auf die Laguna Verde - Postkarte

VON LAMAS UMZINGELT

IN DEN ANDEN ZWISCHEN ARGENTINIEN & CHILE

Was kann einen körperlich wie geistig gesunden Menschen dazu bewegen, mit rasselendem Atem und schmerzender Lunge auf über 4300 m Höhe sein Rad durch knöcheltiefen Kies zu zerren ? Oder sich eine Woche nur von trocken Brot und Knoblauch zu ernähren und tagelang auf Sand-und Geröllpisten lediglich 5 km pro Stunde zu schaffen ? Es mögen die kurzen, aber unvergeßlichen Augenblicke sein, abends endlich seine müden Knochen im warmen Schlafsack unterzubringen, den Verkehr auf der Milchstraße zu beobachten und als schönste Überraschung zwischen zerbröselten Crackern und schmutzigen Socken die verschollene geglaubte Orange doch noch zu finden.

Von all dem machte ich mir noch keine Vorstellung, als ich im Januar 92 mit dem Wunsch aufbrach, die Anden zwischen Santiago de Chile und Salta in Argentinien alleine mit dem Rad so oft wie möglich zu bezwingen und abschließend durch die Atacamawüste bis zum Pazifik vorzustoßen.

Aus dem winterlichen Deutschland kommend erschlugen mich bei der Ankunft in Santiago hochsommerliche Hitze und Luftfeuchtigkeit und so machte ich mir ernste Sorgen um den nächsten Tag, denn es sollte schon der Anstieg zum 3000 m hohen Paßtunnel "Los Liberadores" auf dem Programm stehen. Dieser Tunnel markiert nicht nur die Grenze zwischen Chile und Argentinien, sondern er erspart auch allen Verkehrsteilnehmern die letzten, beschwerlichen 800 Höhenmeter zum fast immer verschneiten Bermejo-Paß.

IM SCHNEE DES BERMEJO-PASSES

Die herrliche Aussicht aus über 3800 m wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen, und so fragte ich beim verdutzten Zöllner nach dem Anfang der Piste zum Paß. Er wies mich nachdrücklich auf die Gefahren hin, mußte aber bald einsehen, daß seine Belehrungen keinen fruchtbaren Boden fanden und so zeigte er mir schließlich den Weg. Trotz 1:1-Übersetzung kam ich im Schneematsch nur noch zentimeterweise voran, wurde schließlich von der Dämmerung überrascht und hatte gerade noch genug Zeit, um für meinen Schlafsack und mich ein bequemes Plätzchen zu suchen (ich bin ein entschiedener Zeltgegner). Die Nacht war ruhig, aber frisch und so hatte ich am nächsten Morgen den gefrorenen Tau vom Schlafsack zu klopfen. Schon bald mußte ich Rad und Ausrüstung hinter einer Schneewehe verstecken und setzte meinen Aufstieg zu Fuß fort. Die dünne Höhenluft und der tiefe Schnee bereiteten mir erhebliche Schwierigkeiten, aber ich ließ mir nicht die Laune verderben, und oben angekommen genoß ich den Ausblick hinunter in den Talkessel, der von zahllosen Vier- und Fünftausendern umgeben ist. Der nahezu unberührten Schnee zeigte deutlich, daß hier pro Sommer nicht mehr als eine Handvoll Leute hochkamen, um die nun völlig verlassene Grenzstation für einige Stunden zu bevölkern. Zurück an der Grenze war der Zöllner angenehm überrascht mich lebend wiederzusehen und ermöglichte mir so eine problemlose Einreise nach Argentinien.

WUNDER AUF ARGENTINISCH, DIE "DIFUNTA CORREA"

Kurz hinter Mendoza machte ich eher zufällig Bekanntschaft mit dem Wallfahrtsort der "Difunta Correa" (Schlafende Correa). Man erzählt, daß sich im letzten Jahrhundert eine junge Mutter mit ihrem Baby aufmachte, ihren Mann in der Wüste zu besuchen, der dort als Soldat stationiert war. Die Sache ging nicht gut, die Mutter starb, aber der Säugling konnte seinen Durst noch einige Tage an der toten Mutter Brust stillen und wurde schließlich gerettet. Aufgrund dieses Wunders pilgern nun Tausende hierhin, um die "Difunta Correa" um einen Gefallen zu bitten. Und wenn´s in Erfüllung geht, dann kommen sie nochmal wieder und befestigen eine Plakette mit einer Danksagung an einer der zahlreichen Kapellen. Ich für meinen Teil war schon hochzufrieden mit dem Colastand und etwas Schatten, der für eine Siesta ausreichte.

ZU GAST BEI SEÑOR ISCHIGUALASTO

Auf dem Weg von San Juan nach La Rioja trifft man bei San Augustin de Valle Fertil auf das Mondtal, zu Ehren eines Indianerhäuptlings auch "Nationalpark Ischigualasto" genannt. Es ist ein fantastischer Skulpturengarten, der durch Wind und Erosion in Jahrtausenden aus dem weichen Kalkstein geformt wurde, und die Formationen haben so anschauliche Namen wie "Aladin´s Lampe" oder "der Pilz". Dieses Freilichtmuseum der Naturkräfte läßt sich normalerweise auf einer bequemen, touristengerechten Rundfahrt besichtigen, wegen der Regenfälle der letzten Nacht war die Piste aber für Autos unpassierbar und so bekam ich an diesem Tag als einziger die Genehmigung, das Tal zu besichtigen. Diese Steinwüste, farblich von Gelb bis Rot variierend und im starken Kontrast zum tiefblauen Himmel und den schneeweißen Wolken stehend, ist eine einzige Ansammlung von Überraschungen. Hinter jedem Hügel, hinter jeder Kurve wartet ein neuer Knüller, und man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die eigene Phantasie läuft auf Hochtouren, man entdeckt Dämonengesichter, Kamele oder auch ein Paar Schuhe.

DIE JAMA-LEGENDE

Schon seit Mendoza besorgte mich ein Thema ganz besonders: War es überhaupt möglich, die Anden zwischen Salta und dem chilenischen San Pedro de Atacama zu überqueren ? Die Auswahl unterschiedlichster Gerüchte war groß, man redete von Straßenüberschwemmungen und langen Sandpassagen und schließlich erfuhr ich, daß es sage und schreibe 3 Pässe geben sollte. Der Guatiquana-Paß steht in jedem Schulatlas, in Argentinien hatte davon aber noch niemand etwas gehört. Dann der erst vor wenigen Monaten eröffnete und von Coca Cola gesponsorte Jama-Paß, über den es aber nur vage Vermutungen gab. Und zu guter Letzt hörte ich auch noch etwas vom Paso de Sico, der mit 4000 m der niedrigste der drei Pässe sein sollte. So setzte ich meine ganze Hoffnung aufs Toristeninformationsbüro in Salta, aber leider hatte man auch hier mehr Interesse an meinem Rad als Informationen, die mir bei der Paßwahl hätten helfen können und so beschloß ich, das Problem auszusitzen. Mein nächstes Ziel war San Antonio de los Cobres auf 3800 m Höhe, die Piste dorthin führte in eine breite Schlucht, die anfänglich noch in tiefem Grün erstrahlte, an dessen Hängen eine Eisenbahnlinie lang führte und die gelegentlich auf gewagten Brückenkonstruktionen die Talseite wechselte. Mit zunehmender Höhe wich das Grün einer grau-braunen Steinlandschaft, durchsetzt mit bis zu 5 Meter hohen "Banditen"-Kakteen (Kandelaber-Kakteen, die sich zu großen Gruppen zusammenzurotten, um dann scheinbar die Berghänge hinunterzustürmen). Die ach so entsetzlichen Überschwemmungen hatten sich als reine Panikmache herausgestellt, denn der Biker kann ja bei Bedarf sein Gefährt einfach durch den Problembereich tragen. Eine böse Überraschung war jedoch das Werk eines Straßenbauteams, daß die eh´schon schlechte Wellblechpiste umgepflügt und in einen unbefahrbaren Acker verwandelt hatte. Für die nächsten Stunden hatte ich genug zu tun mit fluchen, ärgern, schimpfen und nebenbei auch Fahrrad schleppen.

Meine treue Faggin, sie ruhe in Frieden

SAN ANTONIO

Ist man schließlich über den Abra Munaño (4050 m) "gehopst", so ist der Weg frei ins ausgesprochen trostlose San Antonio. Die Stadt hat wenig aufzuweisen: durch die viel zu breiten Straßen weht ein kalter, unablässiger Wind, alles ist staubgrau, kein Mensch ist zu sehen und vergeblich sucht man nach Geschäften. Im Winter kommen noch Temperaturen von -20 °C dazu, wahrlich kein Platz für depressive Menschen. Bei der Polizei bekam ich meinen Ausreisestempel und die Information, daß es noch über 200 km auf Schotterpiste bis zum ersten chilenischen Posten sein sollten. Da unter diesen Bedingungen meine Tagesetappen auf 40-50 km zusammenschrumpfen, bedeutete das fast eine Woche auf über 4000 m Höhe zuzubringen und immer wieder von neuem mit Pässen, die bis auf 4500 m anwuchsen, gequält zu werden. Aber der Preis war nicht zu hoch, den ich zu zahlen hatte. Vollkommene Einsamkeit, die nur einmal pro Tag von einer Ansammlung Häuser oder einem Kontrollposten unterbrochen wird, umgeben von schneebedeckten Vulkanen, unerträglich grellweiß und gelb schillerenden Salzseen und der Piste, die sich irgendwo in der Unendlichkeit des flimmernden Horizontes verliert (wenn sie sich nicht gerade einen Paß hochwindet). Es sind aber nicht nur die schönen, ernsten Momente, die diese Andenüberquerung für mich so unvergeßlich machen. Immer wieder gab es amüsante Begegnungen mit Menschen und Tieren...

 DIE LAMA-BANDE

Schon von Weitem konnte ich die Lamaherde erkennen, aber diesmal schienen sie nicht so scheu wie sonst zu sein. Keuchend und alle 200 m anhaltend näherte ich mich langsam. Die Neugierde schien auf Gegenseitigkeit zu beruhen, denn die Lamas musterten mich nun schon seit ich in ihr Blickfeld geraten war. Bei ihnen angekommen war ich verwundert, daß die Tiere, anders als sonst, mir keinen Platz machen wollten. Ganz im Gegenteil, sie kreisten mich ein, kamen immer näher und entwickelten starkes Interesse am Inhalt meiner Packtaschen. Im letzten Augenblick kam mir die rettende Idee und ich opferte das Salz, auf das die Lamas offensichtlich so scharf waren. Ich streute es auf den Boden und konnte mir so meine Freiheit zurückerkaufen.

 WAS IST EIN PASS ?

Circa 80 km hinter San Antonio hatte ich den letzten argentinischen Kontrollposten passiert und endlich erfahren, daß der Paso de Sico "mein" Paß sein sollte. Er war nur noch 20 km und etwa 400 Höhenmeter entfernt. "Alles geritzt" dachte ich, zufrieden mit der Welt und mir. Doch dann kam das grausame Erwachen, denn es ist eine irrige Annahme, daß "der Sico" ein Paß ist, wie der Name eigentlich vermuten ließe. Vielmehr ist er ein Punkt mitten in einer Steigung, der die Grenze markiert ! Einem Tobsuchtsanfall nahe verfluchte ich diese Namensgebung und biß die Zähne zusammen. Aber es sollte noch schlimmer kommen denn es folgten nicht weniger als 3 Pässe, der höchste 4560 m hoch. Zum Ausgleich wurde ich vom ersten chilenischen Posten sehr herzlich aufgenommen. Ich kam mitten in der Nacht an, durchgefroren, ohne einen Krümel Brot und so waren die Reste der Bohnensuppe, die mir Commandante Lopez anbot das beste Abendessen meiner Reise.

Salta - San Pedro de Atacama - Abra Chorrillos, 4560m

 

 EINIGE TAGE URLAUB

Das Gröbste war geschafft, nach zwei weiteren Tagen war ich in San Pedro angekommen und damit war die Zeit der Entbehrungen vorbei. Endlich konnte ich wieder in weltlichen Freuden schwelgen: warme, regelmäßige Mahlzeiten, uneingeschränkte Cola- und Joghurtvorräte, ein Bett und eine fast funktionstüchtige Dusche. Nun war es auch an der Zeit Verantwortung und Organisation in die Hände anderer zu legen, das Angebot der zahlreichen Reiseagenturen vor Ort zu nutzen, und zwei Trips in die nähere Umgebung zu unternehmen. San Pedro hat aufgrund seiner einmaligen Lage ein schier unerschöpfliches Reservoir an atemberaubenden Ausflugszielen. Da ist zum einen der Salzsee Salar de Atacama, wo -einzigartig auf der Welt- Lithium in reinster Form vorliegt und eine nordamerikanische Firma clever genug war, sich rechtzeitig die nötigen Konzessionen zu sichern. Erstaunlicherweise bietet diese lebensfeindliche Umgebung in den vereinzelten Brackwassertümpeln, in denen sich die rauchenden Vulkane spiegeln, genug Nahrung für kleine Gruppen von Flamingos, die sich nur durch besonders aufdringliche Touristen aufschrecken lassen. Wem der Salar zu trocken ist, dem empfehle ich eine andere Tour...

BEI DEN TATIO-GEYSIREN

Will man die Schönheit eines Sonnenaufgangs an den Tatio-Geysiren genießen, so braucht man einen guten Wecker oder einen freundlichen Hotelwirt. Bei klirrender Kälte ging es morgens um halb fünf auf die 80 km lange Fahrt über Holperpisten, an Schlaf war nicht zu denken und nicht einmal die Kalauer des Fahrers konnten unsere Laune heben. Erst auf der Rückfahrt fühlten wir uns als verweichlichte Europäer entlarvt, als wir begriffen hatten, daß die alte zerbrechliche Frau, die wir mitgenommen und später auf der Hochebene rausgelassen hatten jede Nacht diese Strapazen auf sich nahm, um einige Hühner zu versorgen. Nach zwei Stunden endlosen Gerüttels und dem Starren auf die wenigen Quadratmeter Steinwüste, die die Scheinwerfer der Nacht für einige Sekunden entreißen konnten, wurden unsere Lebensgeister durch die Morgendämmerung geweckt. Denn was wir -noch undeutlich- erkennen konnten wäre jedes Schlagloch dieser Welt Wert gewesen. Aus unzähligen Quellen stiegen Dampfsäulen in den stahlblauen Himmel, wurden zum Teil schon von den ersten Sonnenstrahlen bestrichen und standen mit diesem leuchtenden Weiß im Kontrast zu den endlosen Schatten, die von den uns umgebenden Hügeln in unseren Talkessel geworfen wurden. Nun machten wir uns auf, die Vielfalt der einzelen Geysire zu studieren. Einige machten einen sehr schüchternen Eindruck, gaben Dampf ab und sprudelten etwas vor sich hin, andere hingegen hatten sich aufgrund des kalkhaltigen Wasser schon ihre eigenen Vulkankegel gebildet und spuckten munter eine Fontäne nach der anderen aus. Kaum hatte sich jedoch die Sonne über den Bergkamm erhoben und das faszinierende Spiel von Licht und Schatten sich dem Ende zugeneigt, da verstummte auch innerhalb weniger Minuten der fleißigste Geysir und der Spuk war vorbei.

Geiser de Tatio - Chile Homepage

 

 DIE VERGESSENE LAGUNE

Der abenteuerlichste Ausflug ist bei keiner Agentur zu buchen, es ist die Fahrt zur Laguna Verde im Niemandsland zwischen Chile und Bolivien, 4500 Meter hoch gelegen. Zufällig erfuhr ich, daß dort oben noch Schwefel abgebaut wird und sich somit jeden Morgen gegen fünf Uhr mehrere LKW aufmachen, um 2000 Höhenmeter auf 25 abscheulichen Wellblechkilometer zurückzulegen. So quälte ich mich wieder einmal um vier Uhr aus den Federn, rollte durch das nächtliche, vollkommen ausgestorbene San Pedro und bekam einen Platz auf dem letzten Wagen. "Piste scheiße, Aussicht super" notierte ich kurz und trocken in meinem Tagebuch. Völlig durchgefroren kam ich oben an, meine Trinkflaschen waren vereist, aber ich war überwältigt von dem Anblick. Da erhoben sich der 6000 Meter hohe Vulkan Licanbur und sein leider nicht mehr ganz so gut erhaltener Zwillingsbruder vor mir, in der klaren Höhenluft erschienen die Konturen im ersten Morgenlicht zum Greifen nahe. Ausgestattet mit viel Zeit, aber wenig Sauerstoff rollte ich in unendlicher Langsamkeit am Fuße des Licanburs vorbei, konnte ich lange vorher erkennen, wo sich die Laguna verbergen mußte, aber trotz dieser Vorahnung war der erste, plötzliche Anblick atemberaubend. Rötlich-braune Vulkane bildeten einen fast perfekten Schutzwall um die ihrem Namen gerecht werdende, stark grün schillernde Lagune und vereinzelte Flamingos sorgten für weiß-rosa Farbtupfer. Zu erreichen ist die Laguna Verde nur über zwei Pässe: zum einen über San Pedro, zum anderen von Norden, wo die Piste irgendwo zwischen den Vulkanen Richtung Laguna Colorado und bolivianischen Altiplano verschwindet. Am Ufer angekommen untersuchte ich die ärmlichen Hütten, die hier einigen Schwefelhauern als Unterkunft dienten, und im Moment verlassen da lagen. Leblos war es hier nicht; noch nicht vom Rad gestiegen kam schon der Lagerhund, der seine Arbeit glücklicherweise nicht allzu ernst nahm und das entsprechende Pendant, die Lagerkatze. Beide schnorrten mich auf dreisteste Art an und so untersuchte ich meine Vorräte auf Entbehrliches. Unvergeßlich bleibt mir der Sonnenuntergang an der Laguna Verde. Der Himmel wurde durch das mächtige Gipfeltrapez des Licanbur geteilt, auf der einen Seite funkelten schon die Sternbilder der südlichen Hemisphäre, auf der anderen Seite war der Himmel aber noch in Gold und Rot getaucht und spiegelte sich in der Laguna. Ein Anblick, bei dem ich sogar das fotografieren vergaß.

Vor dem gigantischen Licancabur-Vulkan bei San Pedro de Atacama

 

DURCH DIE ATACAMA

Ich näherte mich dem Ende meiner Reise. Auf dem Weg nach Calama sollte man sich eine Besichtigung der größten oberirdischen Kupfermine der Welt in Chuquicamata nicht entgehen lassen, oder aber in Calama die hervorragenden Zweiradmechaniker aufsuchen. Ansonsten ist in diesem Teil Chiles die Atacama ziemlich trostlos, faszinierende Zeugnisse des ehemals Reichtum verbreitenden Salpeter bilden jedoch noch die ehemaligen Salpeterminen, die jetzt als verlassene Geisterstädte nur noch vom Wind und gelegentlichen Touristen besucht werden.

Salar de Atacama - Chile Homepage

 ENDLICH AM PAZIFIK

Einen schönen Abschluß bildeten die letzten Tage an der Pazifikküste bei Antofagasta. Die Stadt selbst bietet recht wenig, aber etwas außerhalb gibt es herrliche Strände. Der vielleicht Schönste ist nur einen Steinwurf vom "Wendekreis des Steinbocks"(Schild an der Panamericana) entfernt und bietet einen unübertroffenen Blick auf das Wahrzeichen der Region, dem 30 m hohen Felstor "La Portada". Nach einigen Tagen "easy goin´" holte mich die Realität wieder ein, meine Reise war fast zu Ende, und so besorgte ich mir ein Busticket für die Rückfahrt nach Santiago, um von hier aus schweren Herzens Abschied zu nehmen von Pisten, Vulkanen und Lamas.

 

 

Written 1993, last updated: 18 Março 2000